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Nils Pölzing


Nils, das Wichtigste gleich zu Beginn, wie geht es dir, nachdem der Innenband-Abriss in deinem Knie nun einen Monat zurückliegt?

Mir geht's soweit ganz gut, jedoch ist solch eine Verletzung nicht völlig problemlos. Am vergangenen Mittwoch war ich erneut zur Kontrolle bei Dr. Günther Pfeiler in Braunschweig. Der Genesungsverlauf gestaltet sich bisher optimal, aber das Innenband braucht sechs Wochen zur vollständigen Heilung. Erst dann kann ich mein Knie wieder voll belasten. Dr. Pfeiler meinte aber auch, dass dieser Zeitraum völlig normal sei, z. B. hat Stuttgarts Mario Gomez die gleiche Verletzung und fällt ebenso ca. 40 Tage aus.


Du arbeitest bereits seit gut zwei Wochen mit Hochdruck an deinem Comeback, aber wann kannst du wieder spielen?

Mein Fitnesszustand ist ok, auch der Muskelaufbau macht Fortschritte. Wenn es weiterhin so gut voran geht, sollte ich in zwei Wochen wieder einsatzfähig sein und ins Mannschaftstraining einsteigen können. Ich hoffe auf ein Comeback gegen Dessau am 29. April, zumindest möchte ich dann im Oberliga-Kader stehen.


Im Zuge deiner Verletzung wurdest du in Braunschweig vom Vereinsarzt des VfL Wolfsburg, Dr. Pfeiler behandelt. Wie kam es dazu?

Nach dem Spiel gegen Eilenburg war ich im Halberstädter Krankenhaus und dort lautete die Diagnose "Innenbandriss". Auch Mannschaftsarzt Dr. Bartel hatte dieselbe Ansicht. Trotzdem habe ich mich relativ gut gefühlt und hatte auch keine großen Schmerzen im verletzten Knie. Auf Nachfrage bei anderen Germania-Akteuren, wie z. B. Andreas Luck und Gabriel Lorenz, die sich in der laufenden Saison ebenfalls Innenbandrisse zugezogen hatten und gar nicht laufen konnten, wollte ich mir in Absprache mit unserem damaligen Coach Thomas Pfannkuch eine zweite medizinische Meinung einholen, um wirklich sicher zu gehen. So fuhr ich ins Fachkrankenhaus Vogelsang, die auf Sportverletzungen spezialisiert sind. In Vogelsang meinten die Ärzte, es liegt kein Bänderriss vor, sondern nur eine starke Überdehnung. Nun bekam ich einen Tipp von meinem Mitspieler Ingo Vandreike, dass der Mannschaftsarzt vom VfL Wolfsburg, Dr. Pfeiler, über ein spezielles Ultraschallgerät verfügt, mit dem eine hundertprozentige Diagnose sicher sei. In Absprache mit Trainer Pfannkuch fuhr ich dann vor drei Wochen nach Braunschweig und dort bestätigte sich die Diagnose der Halberstädter Ärzte.


Seit fast drei Jahren spielst du für Germania und dein derzeitiger Vertrag läuft noch bis Sommer 2007. Hast du bereits eine neue Offerte von Halberstadt vorliegen?

Im vergangenen Dezember hatte ich ein Gespräch zur Vertragsverlängerung. Dort konnte jedoch keine Einigung erzielt werden. Das vorgelegte Angebot hat meinen Vorstellungen leider kaum entsprochen und spiegelte auch mein Leistungsvermögen nicht wider. Hinzu kam im Dezember, dass der Saisonverlauf für mich keineswegs zufrieden stellend war. Ich habe hohe Ansprüche und will so schnell wie möglich höherklassig Fußball spielen. Außerdem hatte ich damals das Gefühl, dass nicht alle Spieler an einem Strang ziehen. Aus diesen Gründen habe ich den Vertrag nicht unterschrieben.


In der Presse war zu lesen, dass mehrere Vereine, wie z. B. Babelsberg, Braunschweig oder Halle sehr großes Interesse an dir zeigen. Hast du konkrete Angebote vorliegen, von wem genau?

Es stimmt, mit den genannten Vereinen bin ich in Gesprächen. Alles Weitere wird sich zeigen, aber vorerst muss ich wieder fit werden. Eines kann ich aber sagen, innerhalb der Oberliga möchte ich nicht wechseln.


Würdest du auch gerne in Halberstadt bleiben bzw. wie könntest du von der sportlichen Führung überzeugt werden, doch noch eine weitere Saison für den VfB aufzulaufen?

Vorne weg Folgendes, meine Familie fühlt sich in Halberstadt sehr wohl. Trotzdem habe ich, wie schon gesagt, das persönliche Ziel, nächste Saison höherklassig zu spielen. Mit Babelsberg oder Braunschweig wäre dies umsetzbar. Im Prinzip sollte aber jeder junge Spieler versuchen, seinen Möglichkeiten entsprechend, so hoch wie möglich Fußball zu spielen. Es ist jedoch nicht völlig ausgeschlossen, dass ich auch bei Germania bleibe. In den nächsten zwei Wochen wird diesbezüglich eine Entscheidung fallen.


Du hast einen Berater, wer ist das und in welcher Weise unterstützt er dich?

Markus Hain, von der Pro Profil GmbH ist mein Berater. Er bringt mich bei anderen Vereinen ins Gespräch und unterstützt mich bei Vertragsverhandlungen. Ich kenne ihn bereits seit zehn Jahren und seit ca. sechs Jahren ist er mein Ratgeber. Markus ist ebenso ein guter Freund für mich.


Nach dem Plauen-Spiel wurde Thomas Pfannkuch von seinen Aufgaben entbunden. Was sagst du zum plötzlichen Trainerwechsel?

Ich war schon sehr überrascht, vor allem, dass es so blitzartig passiert ist, schließlich hatten wir montags noch unter Pfannkuch trainiert und am Dienstag war er nicht mehr da. Erst war ich auch davon ausgegangen, dass er zumindest noch beim Pokalspiel dabei ist, aber so schnelllebig ist manchmal das Fußballgeschäft. Ich danke Thomas Pfannkuch für die lehrreichen Jahre, ob nun als Spieler oder Trainer und wünsche ihm für seine Zukunft alles Gute.


Seit gut einer Woche haben wir mit Andreas Petersen einen neuen Coach. Wie ist dein erster Eindruck?

Von unserem neuen Trainer habe ich einen sehr guten ersten Eindruck. Er ist natürlich ein anderer Mensch und bevorzugt auch andere Trainings-Methoden, was völlig logisch und normal ist. Herr Petersen ist mehr der Motivator. Alles Weitere wird sich zeigen, zumal ich bisher kaum am Mannschaftstraining teilnehmen konnte.


Am Sonntag empfangen wir Zwickau im heimischen Friedensstadion. Die Sachsen reisen ebenso mit einem neuen Trainer an. Mit einem Sieg könnten wir den Vorsprung auf die Abstiegsränge auf sieben Punkte ausbauen. Wie schätzt du unsere Chancen ein, gelingt uns erstmals ein Dreier gegen Zwickau?

Das Duell mit Zwickau wird eine ganz schwere Partie. Für beide Teams steht sehr viel auf dem Spiel. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass wir gewinnen werden. Wir haben gut trainiert und sind auch gut drauf. Mit unseren Fans im Rücken werden wir den Heimvorteil nutzen. Voraussetzung ist natürlich, dass alle Spieler fit sind und 100 bzw. 120 Prozent Leistung abrufen.


Zurzeit sind wir mit 25 Zählern aus 22 Partien nicht sehr weit von der Abstiegszone entfernt. Viele Fans machen sich Sorgen um den Klassenerhalt. Wie siehst du diese Problematik?

Jeder Spieler in unserer Mannschaft weiß mittlerweile, dass es um sehr viel, auch um den einzelnen Arbeitsplatz geht. Natürlich werden wir auch für unsere Fans bis zum Umfallen kämpfen.


Kämpfen wir bis zum letzten Spieltag gegen den Abstieg?

Erstmal ist der Sieg gegen Zwickau enorm wichtig. Dann schauen wir von Spiel zu Spiel. Mit den drei möglichen Punkten vom Sonntag hätten wir sieben Punkte auf den ersten Abstiegsrang Vorsprung. Danach fahren wir nach Bautzen und dann folgen drei Heimspiele (29. April Dessau, 6. Mai Jena, 9. Mai, 18.30 Uhr Meuselwitz, die Redaktion). Mit Jena und Dessau spielen wir gegen direkte Konkurrenten und können dort selber alles klar machen. Das wird jedoch ein Riesenkampf, auch die anderen Mannschaften haben sich längst noch nicht aufgegeben.




 

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