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Landespokal Sachsen-Anhalt 2005/06
Achtelfinale

09.10.2005   VfB 1909 Sangerhausen - VfB Germania Halberstadt   0 : 6 (0:2)
VfB Sangerhausen: Völkner – Krüger (ab 60. Gliniorz), Benes, Schneider, Trautmann – Maherovych – Jadlos (ab 42. Gängel), Hering, Obrtlik – Janecek, Meyer (ab 82. Timpe)
VfB Germania Halberstadt: Kischel – Pölzing, Thiele (ab 85. Lorenz), Gottwald, Heckeroth – Vandreike (ab 82. Stosch) – Gerlach, Stefke – Schlitte (ab 75. Wiekert), Banser, Reitzig
Schiedsrichter: Schweinefuß (Rieder)
Tore: 0:1 Stefke (1.), 0:2 Thiele (40.), 0:3 Stefke (55.), 0:4 Banser (57.), 0:5 Vandreike (78.), 0:6 Reitzig (82.)
Torchancen: 1:12 (1:5)
Torschüsse: 6:17 (3:7)
Ecken: 3:5 (2:2)
Gelbe Karten: Pölzing (33.) – Maherovych (32.)
Platzverweise: Maherovych (49., Gelb-Rot)
Zuschauer: 1.120 (ca. 85 Germania-Fans)
Äußere Bedingungen: herrliches Fußballwetter, um die 23 Grad, viel Sonne, sehr gut bespielbare Rasenfläche.

Zum Spiel

Bei herrlichem Fußballwetter ging es für uns am Sonntagnachmittag zum VfB 1906 Sangerhausen, der Gegner für das Achtelfinale des Landespokals. In unserer Startformation ersetzte Friedrich Reitzig, den für den U21-Länderpokal in Duisburg abgestellten Felix Binsker. Ansonsten lief die, im taktisch gewohnten 4-3-3, erfolgreiche Elf vom 5:1-Heimsieg gegen Oberlausitz auf und Nils Pölzing spielte erneut, für den immer noch verletzten Alex Kopp (mit vor Ort), rechter Verteidiger. Unseren 16er Kader ergänzten an diesem Tag Löffke, Cunaeus, Wiekert, Stosch und Lorenz. Bei Sangerhausen, der Berg- und Rosenstadt standen mit Obrtlik, Benes, Janecek drei Tschechen, mit Maherovych, Jadlos zwei Ukrainer und mit Völkner, Trautmann zwei ehemalige HFC-Akteure in den Reihen der Gastgeber, aber mit Maik Rüdiger (früher ebenso HFC) fehlte auch ein sehr erfahrener Spieler.

Pünktlich um 14 Uhr pfiff Schiedsrichter Schweinefuß an und bereits nach 48 Sekunden hatte Stefke, nach herrlichem Vandreike-Pass schon das erste Mal getroffen, ein satter Schuss von Linksaußen, aus sieben Metern Torentfernung! Somit war die erste Anspannung schon frühzeitig verschwunden und Sangerhausen, inkl. Publikum war erst einmal geschockt! Kurz danach hätte Banser, nach Stefke-Ecke fast das 0:2 per Kopfball erzielt, aber knapp drüber (4.). Die Heimmannschaft kam nach sieben Minuten zur ersten Ecke, die aber nichts einbrachte. Nach einer Viertelstunde brannte es das nächste Mal im Sangerhäuser Strafraum, als Reitzig nach Stefke-Ecke ungehindert aufs Tor schießen konnte, aber Völkner war auf dem Posten. Folgend bekam die Abwehr um Libero Schneider (später im Mittelfeld) den Ball nicht aus der Gefahrenzone und Stefke verfehlte das Tor nur knapp (19.). Die erste und im gesamten Spiel einzige (!) Torschance hatte Jadlos, aber mit seinem cleveren Weitschuss konnte er Kischel nicht überraschen (20.). Auch bei einem Freistoss der Rosenstädter in Strafraumnähe (nach Vandreike-Foul), durch Obrtlik getreten, klärte Thiele souverän (22.).

Nach 32 Minuten die erste gelbe Karte für den Gastgeber, Maherovych hatte Vandreike gefoult. Eine harte, aber vertretbare Entscheidung und dies sollte noch Folgen haben. Kurz danach noch ein harmloser Kopfball von Benes, aber eine Torchance war dies nicht (33.). Schlitte wurde dann im Strafraum gelegt, aber der fällige Elfmeterpfiff blieb aus (34.). Sangerhausen spielte jetzt zwar gefälliger nach Vorne, aber am 16er war Schluss. Nur Gottwald griff dann einmal nicht energisch ein, aber Kischel war aufmerksam und bereinigte die Situation problemlos (35.). Zwei Minuten später erkämpfte Vandreike „ausgebufft“ den Ball und leitete mit einem überragenden Pass einen Klasse Konter über Schlitte ein, der in den Strafraum flankte und Bansers Kopfball strich um Haaresbreite am Pfosten vorbei (37.). Dann eine lehrbuchreife Kombination über Gerlach, Schlitte, Banser und letztendlich Stefke verfehlte das Gehäuse mit einem harten Torschuss nochmals ganz knapp (39.). Aber schon die nächste Möglichkeit nutzten wir effektiv zum 0:2 (40.), Freistoss nach Foul an Banser, von Gerlach getreten und Thiele traf ungehindert per Kopf. Das war wohl schon eine Vorentscheidung und auch Jadlos musste jetzt bei Sangerhausen vorzeitig verletzt vom Platz. Für den ukrainischen Mittelfeldstar vom Gastgeber kam Gängel (42.). Dann war Halbzeitpause!

2. Halbzeit: Vorerst gab es bei uns eine taktische Änderung, Schlitte spielte jetzt Linksaußen, Reitzig dafür rechts. Sangerhausen gab den ersten Torschuss der zweiten Hälfte ab, aber Kischel hatte mit dem ungefährlichen Ball von Janecek überhaupt keine Probleme (48.). Dann wohl die entscheidende Szene für den weiteren Spielverlauf, Reitzig war auf Rechtsaußen wieder Mal durchgebrochen und Maherovych konnte ihn nur durch ein absichtliches Foul stoppen. Das war klar Gelb und somit Gelb-Rot für den bereits verwarnten Ukrainer (49.). Somit war der Gastgeber für die restlichen 40 Spielminuten nur noch zu Zehnt! Kurz danach ein langer Pass vom spielfreudigen Gerlach, Trautmann „schlief“ und Schlitte erlief den Ball und scheiterte aber alleine vor Völkner (52.). Schade! Drei Minuten später dann doch das 0:3 (55.), Klassepass von Gerlach auf Reitzig, der sich gekonnt auf Rechtsaußen durchsetzte, überlegt auf Stefke passte und „Lazi“ traf aus 14 Metern Torentfernung! Und auch den nächsten Angriff nutzten wir zu einem weiteren Treffer. Diesmal hatte Gerlach aufs Tor geschossen, Völkner konnte den harten Ball nicht festhalten und Banser nutzte den Abpraller und knallte den Ball per Direktabnahme zum 0:4 ins Tor (57.).

Nach einer knappen Stunde Spielzeit war das Spiel nun endgültig entschieden! Sangerhausen war jetzt frustriert und der Tscheche Janecek leistete sich ein kleines Wortduell mit unserem, an diesem Nachmittag überragenden, Slowaken Ladislav Stefke (60.). Hitzig wurde es trotzdem nicht mehr. Wir schalteten nach dem 0:4 einen Gang zurück und sparten Kräfte, ohne jedoch den Torhunger gestillt zu haben. So hatte Reitzig die nächste gute Möglichkeit, nach eigentlich zu langem Pass von Gerlach setzte „Fritze“ zu einem Sprint an, erreichte zur Überraschung von Trautmann doch noch das Leder und knallte den Ball an den Pfosten (71.). Kurz darauf nahm Trainer Pfannkuch Schlitte vom Platz, gönnte ihm schon eine vorzeitige Ruhepause und brachte mit Steffen Wiekert einen Defensivspieler (75.). In der Folge rückten Heckeroth und Stefke eine Position nach Vorne, so dass „Hecke“ jetzt im Mittelfeld agierte, Stefke entsprechend als Linksaußen. Und dazu fiel noch das 0:5 durch Vandreike (78.). Dieser mustergültige Angriff startete mit einem Superpass von Gerlach auf den agilen Reitzig, der sich unwiderstehlich auf Rechtaußen durchsetzte, überlegt auf Vandreike zurücklegte und Vandreike nahm diesen Ball, zum Entsetzen der Germaniafans, erstmal in aller Seelenruhe im gegnerischen Strafraum an und knallte erst dann das Spielobjekt in überragender Manier in den Dreiangel. Das war Traumfußball!

Das 0:6 kurz danach war ebenso „zum Zunge schnalzen“. Stefke hatte Reitzig mit einem bilderbuchmäßigen Pass frei gespielt, Reitzig umspielte Keeper Völkner, schob aus spitzem Winkel ein und krönte seine sehr gute Leistung mit dem sechsten Treffer der Partie (82.). Pfannkuch gönnte dann Vandreike und Thiele einen Extraapplaus der Germaniafans und brachte kurz vor Schluss noch Stosch und Lorenz neu ins Spiel. Auch mit der letzten Torraumszene des Spiels wollte unsere Mannschaft das komplette Publikum noch mal verwöhnen. Heckeroth hatte auf Banser gepasst, der von der Außenlinie Gerlach einsetzte und „Gerle“ tanzte im Strafraum diverse Gegenspieler aus, obwohl er schon mehrmals hätte aufs Tor schießen können und legte dann doch noch zu Reitzig ab, aber Völkner konnte den Torschuss im letzten Moment klären. Auch Schiedsrichter Schweinefuß war dann vom Germania-Sieg überzeugt und pfiff bereits nach 87 (!) Minuten frühzeitig ab!


Fazit

Mit einer überragenden Leistung bezwangen wir den VfB 1906 Sangerhausen und zogen problemlos in das Viertelfinale des Landespokals (12./13. November) ein. Konnte der Gastgeber die ersten 40 Minuten noch einigermaßen ausgeglichen gestalten, ohne jedoch torgefährlich zu werden, war uns die Mannschaft um Trainer Eberhard Vogel nach dem vorentscheidenden 0:2 und der gelb-roten Karte in allen Belangen unterlegen. In der ersten Halbzeit nutzten wir im Stile eines Spitzenteams fünf Chancen zu zwei Toren und führten uns früh auf die Siegerstraße. Im gesamten Spiel hatte Sangerhausen nur eine einzige kleine Torchance und konnte uns nie gefährden. Am Ende durfte die Heimmannschaft noch froh sein, dass wir nach dem 0:4 zwei Gänge zurück geschaltet haben, sonst wäre die Niederlage vermeintlich noch höher ausgefallen.

Selbst viele Sangerhausen-Fans zollten unserer lehrbuchreifen Vorstellung Respekt, erkannten aber ihre eigentlich sehr heimstarke Mannschaft kaum wieder. An diesem Tag waren wir für den ambitionierten Verbandsligisten (Ziel = Oberligaaufstieg) einfach eine Nummer zu groß. Aus einer geschlossenen und sehr guten Mannschaftsleistung ragten Friedrich Reitzig, Ladislav Stefke und Enrico Gerlach ein wenig heraus.

Unsere Fans:
Die Germaniafans (um die 60 im Fanblock), inkl. zehn Supporter der „Alten Germanen“ machten ordentlich Stimmung und ließen sich auch vom massiven Polizeiaufgebot nicht beeindrucken. Am Ende wurde der Einzug ins Landespokal-Viertelfinale ausgelassen mit der Mannschaft gefeiert. Die Fans von Sangerhausen waren, auch aufgrund des Spielverlaufs relativ ruhig, war doch schon frühzeitig klar, dass für ihr Team an diesem Nachmittag nicht viel zu holen war.


Stimmen

Trainer Vogel (Sangerhausen):
„Halberstadt hat uns klar beherrscht. Diese Schnelligkeit sind wir aus der Verbandsliga einfach nicht gewöhnt. Nach dem frühen Tor waren wir völlig gelähmt.“

Trainer Pfannkuch (Germania):
„Der Sieg geht auch in dieser Höhe in Ordnung.“



 

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