VfB Germania Halberstadt - zur Startseite
Germania Halberstadt Mannschaft Spielplan Bilder Extras Links Fan-Forum Germania-Fanpage.de Fan-Forum


Alexander Kopp


Alex, am vergangenen Donnerstag bist du im Fachkrankenhaus Vogelsang am linken Fuß operiert worden. Was wurde konkret gemacht und wie geht es dir jetzt?

In Vogelsang lag ich vier Tage im Krankenhaus. Dort wurde mir aus meinem Beckenkamm ein Knochenstück entfernt, das dann in den linken Fuß implantiert wurde, um den porösen Mittelfußknochen zu ersetzen. Zur Verstärkung hat man mir eine Platte eingesetzt, die mit fünf Schrauben fixiert wurde. Diese Schrauben werden auch wieder entfernt, voraussichtlich in der nächsten Winterpause. Den Umständen entsprechend geht es mir ganz gut, zurzeit laufe ich an Krücken, weil ich den operierten Fuß nicht belasten darf.


Wie sieht der weitere Behandlungsplan aus? Wann kannst du wieder ins Mannschaftstraining einsteigen, und wirst du diese Saison noch mal spielen können?

In den nächsten Tagen beginnt die Physiotherapie, sechs mal die Woche, vorerst bis ca. Mitte April, dann ist die nächste Kontrolluntersuchung. Dort wird geschaut, ob der Fuß optimal verheilt. Wenn alles klappt, kann ich Anfang bzw. Mitte Mai wieder ins Mannschaftstraining einsteigen, hoffe ich zumindest. Spielen will ich diese Saison auf jeden Fall noch mal, aber erst muss alles komplett verheilt sein. Zudem möchte ich vollends schmerzfrei sein und kein erneutes Risiko eingehen. Ich bin nun lange genug ausgefallen, dass soll nicht noch mal passieren.


Deine Verletzungsmisere begann ja eigentlich schon im vergangenen Sommer, als du dir im Test gegen Regionalligist Magdeburg einen Mittelfußbruch zugezogen hast. Wie kam es dazu, dass du erst jetzt, fast acht Monate später, operiert wurdest?

Das ist eine lange und komplizierte Geschichte. Ich versuche jetzt mal, die wesentlichen Punkte zusammenzufassen. Nachdem der Mittelfußbruch im vergangenen Juli diagnostiziert wurde, hatte ich sechs Wochen einen Gips am linken Fuß, zusätzlich habe ich noch zwei weitere Wochen einen Spezialschuh getragen. Danach bin ich ins Training eingestiegen und habe auch wieder gespielt. Vorerst war ich auch schmerzfrei, zumindest was den Fuß betraf. Am 13. Januar bin ich beim Test gegen Eintracht Braunschweig nach einem Kopfballduell umgeknickt und habe ein Knacken im besagten linken Fuß vernommen. Der Verdacht auf einen erneuten Mittelfußbruch wurde damals nicht bestätigt, was sich später leider als falsch herausgestellt hat. Man sagte mir im Januar nur, dass der Bruch vom Sommer nicht komplett ausgeheilt sei. So habe ich dann nach dreiwöchiger Ruhepause, inkl. einer Woche Gips, ganz normal weiter trainiert und auch ein Vorbereitungsspiel (in Stendal, die Reaktion) bestritten. Trotzdem spürte ich immer wieder Schmerzen im linken Fuß, was eine weitere Kontrolluntersuchung nach sich zog. In Vogelsang hat man dann doch einen abermaligen Bruch, diesmal einen Ermüdungsbruch, im Mittelfuß festgestellt. Mittlerweile war es Anfang März, und dann bin ich letzte Woche operiert wurden. Natürlich ist man im Nachhinein immer schlauer, aber diese OP hätte eigentlich schon im Januar erfolgen können bzw. müssen. Was der ganzen Sache auf jeden Fall nicht dienlich war, zurzeit haben wir keinen offiziellen Mannschaftsarzt, warum dies so ist, weiß ich nicht, aber ein Oberligaverein benötigt solch einen medizinischen Mitarbeiter.


Nach der unnötigen Heimniederlage gegen Halle konnten wir am vergangenen Sonntag gegen schwache Eilenburger erneut nicht gewinnen. Du hast die torlose Partie von der Tribüne aus verfolgt, was meinst du, warum gab es keinen Sieg?

Ganz einfach, weil unsere Chancenverwertung zurzeit katastrophal ist. Unseren Stürmern fehlen die notwendigen Erfolgserlebnisse. Kommen die wieder, erzielen die Jungs auch die entsprechenden Tore, da bin ich mir sicher. Und dann gewinnen wir auch solche Spiele wie z. B. gegen Eilenburg oder gegen Halle.


Im nächsten Spiel treffen wir abermals auf einen Tabellenführer, die Bundesligareserve-Mannschaft von Energie Cottbus, die am vergangenen Wochenende Dessau mit 4:0 deklassierte. Droht uns am Samstag in der Lausitz ein ähnliches Debakel?

Ich gehe auf jedem Fall davon aus, dass wir dort punkten, vielleicht ist ja sogar ein Überraschungssieg drin. Wenn wir in Cottbus kompakt stehen und die Möglichkeiten, die wir eigentlich in jedem Spiel erarbeiten, auch konsequent nutzen, können wir auch beim Spitzenreiter etwas holen, schließlich haben die Lausitzer keine Übermannschaft. Unsere Elf hat eine hohe Qualität, wir brauchen uns vor niemandem verstecken, auch vor Cottbus nicht. Ein Debakel halte ich für ausgeschlossen.


Zurzeit sind wir mit 22 Zählern nicht sehr weit von der Abstiegszone entfernt. Viele Fans machen sich Sorgen um den Klassenerhalt. Kannst du diese Bedenken teilen?

Sicherlich kann ich das nachvollziehen, aber eines ist auch klar, unsere Fans sind es einfach nicht gewohnt, dass wir soweit hinten stehen bzw. dass wir bisher so wenige Punkte haben. Es braucht sich jedoch keiner Sorgen machen, wir halten die Klasse auf jeden Fall.


Was meinst du, werden wir bis zum letzten Spieltag gegen den Abstieg kämpfen und auf welchem Platz steht Germania zum Saisonende?

Nein, werden wir nicht. Ich bin überzeugt, dass wir nach dem 30. Spieltag bis auf Platz sieben vorgerückt sind. Damit hätten wir unser Saisonziel, Platz sechs, sogar fast noch erreicht.


Gehen wir mal davon aus, dass wir die Liga halten. Was denkst du über die nächste Oberligaserie, in der wir einen der ersten vier Plätze belegen müssen, um uns für die neue Regionalliga 2008/09 zu qualifizieren, und wie schätzt du unsere Möglichkeiten ein, diesen gewaltigen Sprung zu schaffen?

Sportlich müssen wir unseren Kader auf jeden Fall punktuell verstärken. Damit bleibt es nicht aus, dass uns auch Spieler verlassen werden. Im Prinzip brauchen wir in jedem Mannschaftsteil, außer im Tor, richtige Verstärkungen. Auch wenn die Qualität unseres Kaders derzeit recht ordentlich ist, muss in diesem Bereich mindestens noch ein Gang hoch geschaltet werden, wollen wir nächste Saison konkurrenzfähig sein. Was das Umfeld angeht, stehen natürlich noch einige wichtige Aufgaben an, wie z. B. der Stadionausbau, der dringend benötigt wird. Ebenso brauchen wir eine vernünftige medizinische Versorgung, wie z. B. den besagten Mannschaftsarzt. Davon ausschließen möchte ich natürlich unsere Physiotherapie, die mit Sabine Wiedemann erstklassig besetzt ist, zumal sich "Bine" noch um so vieles anderes kümmert.


Nach langwierigen Verhandlungen treten wir nun am Ostermontag bei der Zweiten des 1. FC Magdeburg zum Pokalduell an, dann geht es um den erstmaligen Einzug ins Finale. Es gab große Diskussionen bezüglich des Spieltermins und inwieweit Magdeburg Regionalliga-Akteure einsetzen wird. Wie siehst du diese Problematik?

Aus meiner Sicht gibt es da überhaupt keine Probleme. Die zweite Magdeburger Mannschaft hat nicht die gleiche Qualität wie unser Team, auch wenn sie Verstärkungen aus der Ersten bekommt. Natürlich wird das ein schweres Spiel, aber falls wir das Pokalduell nicht auf die leichte Schulter nehmen, gewinnen wir auch. Ich bin vollends überzeugt, dass wir ins Finale einziehen.




 

VfB Germania Halberstadt – die offizielle Fanpage © Copyright 2015
Design & Umsetzung: www.Sebastian-Grote.de / www.web-grafix.de
Impressum